Ein skandalöser Fragebogen


Obwohl mir seit langem kaum noch jemand ansieht, dass ich (als Luxemburger) hier in Deutschland Ausländer bin, ging mir im Frühjahr 2007 dennoch aufgrund meiner Personalien ein Fragebogen zu einer von der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Umfrage unter ausländischen Priestern zu. Ich habe "mitgespielt" und den Bogen ausgefüllt, einmal weil ein Teil der Fragen von der Sache her auch die deutschen Priester betrifft, die neu in eine Diözese hineinkommen, und weil m. E., was deren Aufnahme in beiden Fällen betrifft, einiges zu verbessern wäre.

Zu meiner Verwunderung und Empörung habe ich aber dann festgestellt, dass die Umfrage dazu missbraucht wird, u. a. auch Fragen zu theologischen Positionen zu stellen und einen Teil davon so zu formulieren, dass die Befragten, um nicht als dumm oder "unangepasst" zu erscheinen, sich zu alten Ladenhütern der "Kirche von unten" bekennen müssen. Dagegen habe ich naturgemäß scharf protestiert bei dem mit dieser Aktion beauftragten Institut in Münster, mit Kopie an die beauftragende Kommission der Bischofskonferenz.

Im Folgenden finden Sie den Text des Fragebogens, einschließlich meiner Antworten darauf, sowie den Begleitbrief, mit dem ich den ausgefüllten Bogen eingesandt habe. Ich wäre Ihnen, liebe Internetbesucher, dankbar, wenn Sie andere Personen, vor allem ausländische Priester, denen ja ebenso wie mir der genannte Bogen angeboten wurde, auf diese meine Stellungnahme aufmerksam machen wollten. Ich fände es gut, wenn sich möglichst viele dem Protest anschließen würden.

Ein Hinweis noch: Bis zur Stunde ist von keiner der beiden genannten kirchlichen Stellen eine Antwort bei mir eingegangen.

Fragebogen | Begleitbrief